Archiv

Ausgabe Nr. 15

Schwerpunkt: Diesseits von Afrika

…………………………………………………………………………………………………………………………………………………

EDITORIAL:

Oh Afrika, oh Afrika

– was haben wir uns da bloß eingebrockt mit diesem großen, vielfältigen Kontinent? Dabei hatten wir doch die besten Absichten: Noch vor der WM machten wir uns Gedanken über das Nach der WM und wollten einen Beitrag leisten, dass die Berichterstattung nach dem Fußballspektakel nicht wieder allzu schnell und einseitig beim üblichen angelangt. Wir wollten diese Ausgabe nutzen, um Bilder und Geschichten von Afrika zu zeigen, die sonst nur selten wahrgenommen werden und die jetzigen und ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner selbst zu Wort kommen lassen. Keine westlichen Perspektiven, sondern weitgehend afrikanische sollten es sein. Das ist uns, na ja, nicht gelungen. Auch wir taten uns schwer, an die Autorinnen und Autoren vor Ort heranzukommen, sprachliche Barrieren zu umgehen und afrikanische Stimmen hörbar zu machen. Dem Engagement und der Einbringung des Arbeitskreises Panafrikanismus München haben wir es zu verdanken, dass die vorliegende Hinterlandausgabe nicht ausschließlich „unseren” Blick auf den, aus dem und um den afrikanischen Kontinent herum beschreibt. Allerdings kann auch dieser „unser”Blick Interessantes und Wichtiges enthüllen über Afrika, aber vor allem über Europa. Deshalb haben alle Artikel in dieser Ausgabe ihre Berechtigung und allen Autorinnen und Autoren sei an dieser Stelle noch einmal herzlichst für ihre vielfältigen Beiträge gedankt.

 

Ihre Hinterland Redaktion

Zu dieser Ausgabe

Ausgabe Nr.14

Schwerpunkt: Alter

…………………………………………………………………………………………………………………………………………………

EDITORIAL:

 

alter Alter! Hier liegt sie nun in Ihren Händen, unsere 14. Ausgabe mit dem Thema Alter.
Im Vorfeld zu ihr haben wir heftig debattiert, was denn darunter eigentlich zu verstehen sei: Sollten wir unser Heft nun Altenwidmen oder vielmehr dem Phänomen Altern, das uns alle und zu jeder Lebensphase betrifft. Wir einigten uns auf einen Kompromiss. So zeigen wir tatsächlich Alte: wie zum Beispiel das russische Ehepaar, das im Flüchtlingslager altgeworden ist oder den immer noch sehr aktiven Politmethusalem Martin Löwenberg. Wir geben Einblicke in die seltsamen Gebräuche alterMenschen, sei es beim „Sudetendeutschen Tag“ zu Augsburg oder aufkommende Rentnergewalt. Daneben nähern wir uns aber auch dem behördlichen Vorgang des Ältermachens von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und beleuchten die Situation migrantischer „care workers“ in der Pflegearbeit zu verstehen ist. Und wer vom Alterspricht, kommt am Tod nicht vorbei. So setzt sich Georg Seeßlen mit dem Überleben und Unterleben im posthumanen Kapitalismus auseinander und wir fragen einen angehenden Bestatter, wo MigrantInnen und Flüchtlinge eigentlich ihre letzte Ruhe finden. Darüber hinaus widmen wir uns ausführlich den rechten Umtrieben in Ungarn und wenden uns erwartungsgemäß Eropas Rändern zu, sei es in Calais oder in Marokko. Wir hoffen, uns ist damit eine gute Mischung gelungen, die uns nicht altaussehen lässt – bleiben Sie uns trotz dieses Kalauers gewogen – wir wünschen jedenfalls anregende Lektüre

Ihre Hinterland Redaktion

Zu dieser Ausgabe