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Aktuelle Ausgabe | Archiv | AutorInnen | Bestellen | Nachrichten | Impressum | 05.02.2012
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INHALT NR. 8:

zitiert&kommentiert (PDF)
Von Hubert Heinhold

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Hasta la vista (PDF)
Zwischen Abschiebung und Abschottung
Flüchtlings- und Migrationspolitik in Spanien
Von Kerstin Böffgen

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Widerstand ist zwecklos (PDF)
Sie werden assimiliert
von Phil Zero

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Das Haus Umbauen (PDF)
Zeit für neue Sichtweisen:
Diversity statt Integration
Von Mark Terkessidis

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Evolution oder Revolution? (PDF)
Was die Politik von der informations-
technologischen Perspektive lernen könnte
Von Dr.Anil K.Jain ....................................................................
Zertifikat Deutsch (PDF)
Integrationskurse als koloniale Praxis
Von Kien Nghi Ha ....................................................................
" Freikaufen ist doppelt so teuer(PDF)
Ein wei§russischer Computerspezialist möchte die deutsche Staatsbürgerschaft
Interview von Doro Chlumsky

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Konflikte auf die Bühne bringen (PDF)
Die Regisseurin Christine Umpfenbach über ihr Stück "Fluchten 1-4" an den Münchner Kammerspielen
Interview von Matthias Weinzierl

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Eine Ästhetik des Widerspruchs (PDF)
Ein Streitgespräch über die Möglichkeiten der Kunst in der Politik mit:
Björn Bicker, Malte Jelden, Schorsch Kamerun, Matthias Weinzierl

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Kampagne Kontrovers (PDF)
Das Für und Wider der "save me" Kampagne
Von Matthias Weinzierl, Dr.Anil K.Jain, Christoph Merk, Dr.Stephan Dünnwald

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Bomb Tibet now (PDF)
Die romantische Tibet-Verklärung angreifen
Von Caspar Schmidt

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Jenseits von Afrika(PDF)
Die neuen Völkerschauen
Von Kirstie Handel und Dr.Anil K.Jain

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" In Afrika gibt es keine Geschichte und Tradition des Zirkus... (PDF)
Der Choreograf Georges Momboye über seine Arbeit an "Afrika Afrika"
Interview von Kirstie Handel und Dr.Anil K.Jain

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Rezensionen: (PDF)
"Displaced" von Leona Goldstein, "Frauen in Abschiebehaft" von Steffi Holz, "Föhrenwald" von Michaela Meli‡n & Heike Ander
Von Stefan Klingbeil
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"When you were in Pawschino, Debrecen is like a Picknick" (PDF)
Neues altes Grenzregime im Schengenraum
Von Marc Speer

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Schwerpunkt: Integration
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EDITORIAL:

99,9-prozentige Deppengleichheit

Wolfgang Schäubles Auslassungen zur Vergleichbarkeit von Kollektiven werden auf dem nächsten EthnologInnenkongress für Furore sorgen. Schäuble zufolge gibt es Menschengruppen, die mit anderen völlig deckungsgleich sind, andere weit weniger, und manche sind fast (!) deckungsgleich. Bei religiösen Minderheiten im Irak und anderen Christen im Allgemeinen kann der Hobbyethnologe und Innenminister beispielsweise eine "99,9-prozentige Deckungsgleichheit" feststellen.

Integration auf deutsche Art

Wo selbst höchste Stellen mit derartigen Kompetenzen ausgestattet sind, ist es nicht verwunderlich, dass "Integrationspolitik" in Deutschland und Europa so aussieht, wie sie eben aussieht. Vor Euch liegt unser Beitrag zum Schwerpunkt Integration, betrachtet aus unterschiedlichen Perspektiven. So beschreibt Kien Nghi Ha inwiefern deutsche Integrationspolitik und koloniale Praxis zusammenzudenken ist (Seite 26). Dr. Anil K. Jainbetrachtet den Begriff Integration aus der Sicht einesProgrammierers (Seite 24) und der weissrussische Computerspezialist Leoerzählt uns von seinem Spiessrutenlauf zur deutschen Staatsbürgerschaft (Seite 32).
(der ganze Artikel im PDF Format)

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HASTA LA VISTA.

Spanische Flüchtlings- und Einwanderungspolitik zwischen Abschottung und Abschiebung.
Sie kamen aus dem südlichen Afrika und waren verzweifelt genug, ihr Leben zu riskieren bei dem Versuch, mit provisorischen Leitern die Grenzzäune der spanischen Enklaven Melilla und Ceuta zu überwinden. Auf beiden Seiten der Grenze versuchten spanische wie marokkanische Soldaten die "subsaharianos" mit Schüssen, Schlägen und Tritten daran zu hindern. Mindestens vierzehn Männer starben unmittelbar am Zaun, unzählige wurden verletzt. Die Antwort auf die Frage, wer für ihren Tod verantwortlich ist, blieben Spanien und Marokko nach einem Pingpong-Spiel gegenseitiger Schuldzuweisungen den Familienangehörigen der Opfer und der Öffentlichkeit schuldig. Potenzielle Zeugen hatte man eiligst abgeschoben, sich kritisch äußernde Mitarbeiter von Menschenrechtsorganisationen öffentlich diffamiert. Unmittelbar nach diesen Ereignissen im Oktober 2005 wurde der Zaun um Melilla mit Hilfe vieler Millionen Euro der Europäischen Union (EU) zu einem Monstrum modernster Abwehrtechnik hochgerüstet. Es bedarf nicht einmal mehr der Intervention spanischer Soldaten und Polizisten, um Flüchtlinge daran zu hindern, von Marokko aus nach Europa zu gelangen. Dies erledigen heute die sechs Meter hohe, dreidimensionale Zaunanlage und die u.a. von der EU bezahlten bewaffneten Türsteher jenseits der Grenze. Europa hat den ungewollten Einwanderern den Kampf angesagt. Doch die Hände sollen sich dabei bitte die Nachbarländer schmutzig machen.
Von Kerstin Böffgen mit Bildern von José Palazón.
(der ganze Artikel im PDF Format)

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"Eine Ästhetik des Widerspruchs"

War die Gameshow zum Auftakt der "save me"Kampagne ein Erfolg oder verfehlte sie ihr Ziel? Welche Möglichkeit gibt es die Kunst selbst zu einem Teil einer politischen Aktion zu machen? Darüber diskutierten Björn Bicker, Malte Jelden (beide Dramaturgen an den Kammerspielen),Schorsch Kamerun (Musiker,Journalist und derzeit Regisseur an den Kammerspielen) und Matthias Weinzierl (Bayerischer Flüchtlingsrat)
(der ganze Artikel im PDF Format)

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JENSEITS VON AFRIKA

Die neuen Völkerschauen.

Es scheint als sei Afrika endlich aus dem Dunkel des allgemeinen Vergessens getreten. Zumindest für das Showgeschäft hat man den Kontinent neu entdeckt. Kaum kann man dem aktuellen Afrika-Zirkus-Boom entgehen, immer mehr Shows touren durch Europa. Denn nicht nur AndrŽ Heller präsentiert - als findiger Differenzunternehmer - dem geneigten Publikum seit Ende 2005 sein Projekt "Afrika! Afrika!" als ein "magisches Zirkusereignis vom Kontinent des Staunens". Auch das Programm von "Mother Africa" bzw. "Mama Africa - Circus der Sinne" verspricht "Wild! Exotisch! Erotisch! Anders!" zu sein. Und der "Circus Susuma - Die große Seele Afrikas!" will ein "Feuerwerk afrikanischer Kultur und Lebensfreude" entfesseln. Das Publikum scheint begeistert. Die Presse über- schlägt sich. Den JournalistInnen fehlen die Worte - gut dass die Pressetexte der VeranstalterInnen zur Verfügung stehen, die helfen, das stumme Staunen in Jubeltiraden zu gießen: "in Żeiner unübertrefflich schönen Parade der WunderÜ, offenbart sich die kreative Kraft des Kontinents", meint der "Fokus" hochtönend zu "Afrika! Afrika!", während die "dpa" eher lakonisch und doch vielsagend zusammenfasst: "Nackte Füße stampfen auf dem Boden, zwei Dutzend Schwarze bewegen sich wild zur Bongotrommel." Der "Stern" schwärmt: "Ein Traum vom schwarzen Kontinent. Farben - Fantasie - ein Fest" und bekundet ähnliche Begeisterung auch über "Mother Africa": "Trommelwirbel, exotische Tänze, waghalsige Verrenkungen, die man in keiner Yogastunde lernt". "Circus Susuma" schließlich, das "Afrika! Afrika!" für die deutsche Provinz, "bietet Exotik pur!", resümiert die "Stimberg Zeitung".

Von Anil K.Jain und Kirstie Handel
(der ganze Artikel im PDF Format)

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Herbst 2005: Eine Gruppe von Subsaharianern versteckt in marok- kanischen Wäldern um Melilla.
Foto: José Palazón.